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Montag, 11. Dezember 2017

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Allgemeine Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag

geöffnet ab 10 Uhr

Montag

  • Kneipe 18-21 Uhr
  • Volxküche ab 19 Uhr
  • Infoladen 18-20 Uhr
  • Ermittlungsausschuss (EA-Hannover)  jeden 1. + 3. Mo. 19 Uhr
  • Rote Hilfe jeden 2. Mo. 19 Uhr

Dienstag

  • ab 20 Uhr Gruppentreffen

 

Mittwoch

  • Volxküche ab 19 Uhr
  • Infoladen 18-20 Uhr

Donnerstag

  • jeden 1.  + 3. Do. Plenum ab 19 Uhr
  • jeden 2. Do. Party Line Treffen 18:30 Uhr
  • jeden 4. Do. Vokü  Line Treffen 18:30 Uhr

Sonntag

  • jeden 1. So. Rote Hilfe 16 Uhr

»Die brauchen ja gar kein Geld«

Erklärung des UJZ Kornstraße zu dem Antrag der CDU auf Entzug der Förderung

Es begann mit dem Versuch der CDU, die Rechtsberatung des Rote Hilfe e.V. und das Punkfest , für Angriffe auf uns – „Hort linksextremistischer Straftäter“ – sowie auf die Stadtverwaltung und die regierende Ampelkoalition – „auf dem linken Auge blind“ – zu nutzen. Diese Angriffe sind jämmerlich gescheitert, weil Politik und Verwaltung dieser offensichtlichen Wahlkampfpropaganda nicht auf den Leim gingen. Dass Teile der Stadtgesellschaft ihre Solidarität mit uns sowie ihre Zusammenarbeit mit der Roten Hilfe öffentlich machten, tat ein Übriges.
Das hält die CDU-Ratsfraktion nicht davon ab – jetzt unter dem Stichwort „Die brauchen gar kein Geld.“ – einen Antrag auf Entzug der Förderung zu stellen.

Kommen wir zu den Fakten: Auf die Frage eines HAZ-Redakteurs, welche Folgen ein Förderungsentzug habe, antworteten wir, dass niemand glauben soll, ein Ende der Förderung würde ein Ende des UJZ Kornstraße bedeuten. Zugleich haben wir deutlich gemacht, welche erheblichen Einschränkungen damit verbunden wären.

Was uns sicher macht, dass es weitergeht, ist zum einen unsere Geschichte: Von 1979 bis 2003 ist das UJZ ohne institutionelle Förderung ausgekommen. Zum anderen wird auch jetzt der Großteil des Engagements durch ehrenamtliche Arbeit getragen. Oder glaubt irgendjemand, ein Zentrum wie die Korn ließe sich mit einer 27-Stunden-Stelle wuppen? Zumal wir die Kosten für Gebäude, Energie, Versicherungen, Technik selber tragen.
Und – ebenso aufgrund unserer Geschichte – sind wir uns der erheblichen Einschränkungen sicher. Wir haben erfahren, was es bedeutet, wenn hauptamtliche Arbeit fehlt; wie schwer und in Teilen auch unmöglich ehrenamtliches Engagement wird. Wir haben auch erfahren, was es für ehrenamtliches Engagement bedeutet, wenn ihm hauptamtliches Arbeiten den Rücken freihält. Die Kontinuität, Erreichbarkeit, Transparenz und Ansprechbarkeit, die uns hauptamtliches Arbeiten ermöglicht, sind mit verantwortlich für die Breite, Vielfalt und Lebendigkeit im UJZ Kornstraße. Genau diese Breite, Vielfalt und Lebendigkeit haben es nicht zuletzt notwendig und möglich gemacht, uns mit dem Kauf und Ausbau des Nachbargebäudes räumlich zu erweitern.


Aus unserer Antwort an den HAZ-Redakteur wurde in der Zeitung: „Wenn uns das Geld genommen wird, dann können wir trotzdem weitermachen.“ und im Antrag der CDU wurde dann: Man könne die Arbeit auch dann fortsetzen, wenn die Zuwendungen der Stadt nicht mehr kämen.
Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Die Arbeit, die wir dank der Zuwendungen der Stadt durchführen können, können wir ohne sie nicht durchführen.


Was den Antrag der CDU mehr als ärgerlich macht, ist, dass eine Nachfrage nach dem HAZ-Artikel vom 02.09. ausgereicht hätte, um genau das herauszufinden.

Es hätte vielleicht auch ausgereicht, sich die jährlichen Anträge mitsamt den darin beschriebenen Aufgaben und Zielen vor Augen zu führen. Gelesen haben wird sie ja wohl jemand aus der CDU. Dann wäre klar gewesen, welche Bedeutung hauptamtliche Arbeit für ehrenamtliches Engagement in der Korn hat.
Vielleicht hätte man sich auch nur an das Stadtbezirkskonzept der Sozialräumlichen Koordinierungsrunde Nord von 2014 erinnert, das für das UJZ Kornstraße angesichts wachsender Bedarfe eine Aufstockung des Personals und damit der Förderung vorsieht.

Hätte, hätte, Fahrradkette...
Die CDU hat sich offenkundig gegen das Fragen und gegen das Lesen entschieden. Stattdessen setzt sie ihre Angriffe auf das UJZ Kornstraße mit ihrem Antrag fort. Wir hoffen und gehen davon aus, dass dies auch diesmal scheitern wird – so wie es traditionell bei den Anträgen der Hannoveraner und AfD der Fall ist.

Plenum des UJZ Kornstraße

Kein Tag ohne Rechtshilfe - Angriffe der CDU Hannover auf UJZ Korn und Rote Hilfe, Reaktionen aus der Stadtgesellschaft

Nachdem die CDU im Zuge des Bundestags- sowie Landtagswahlkampfs nun im Fahrwasser von AfD und anderen extrem rechten Parteien auf Wähler*innenfang geht, und ihr Maskottchen Maximillian Oppelt an einem Punkfest rumnörgelt und versucht den Verein Rote Hilfe e.V. zu kriminalisieren, melden sich andere soziokulturelle Einrichtungen und Organisationen zu Wort und erklären sich solidarisch mit dem UJZ Korn und der Roten Hilfe.
Die Statements der verschiedenen Organisationen und Einrichtungen veröffentlichen wir in den kommenden Tagen. Sie zeigen, dass Veranstaltungen mit der Roten Hilfe nicht einen"Unterschlupf" (PM der CDU Hannover-Stadt vom 13.07.2017) darstellen, sondern kritische Perspektiven auf politische Verhältnisse und staatliches Handeln repräsentieren.

Das Kulturzentrum Pavillon äußert sich wie folgt: "Die Rote Hilfe hat in der Vergangenheit viele politische und kulturelle Veranstaltungen im Kulturzentrum Pavillon durchgeführt. Auch für die Zukunft ist sie herzlich eingeladen, dies weiter zu tun: weil sie Personen unterstützt, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit durchzusetzen, sich für Aktivist_innen einsetzt, die aufgrund ihres politischen Handelns verfolgt oder verurteilt werden und solidarisch im Sinne politischer Gefangener handelt."

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Der Fachschaftsrat Soziale Arbeit der Hochschule Hannover äußert sich wie folgt: "Ob in der Rechtsberatung von Klient*innen oder bei der Durchsetzung von politischen Protesten imöffentlichen Raum: Die Rote Hilfe stellt eine große Unterstützung für viele in der Sozialen Arbeit Tätige und ihre Adressat*innen dar. Im Gegensatz dazu ist die Drohung des hannoverschen CDU Bundestagskandidaten Maximilian Oppelt, dem Unabhängigen Jugendzentrum Kornstraße die Gelder zu streichen, sollte dieses die Rote Hilfe nicht seiner Räumlichkeiten verweisen, nicht nur ein Angriff auf die unabhängige Arbeit des UJZ Korn und der Roten Hilfe Hannover, sondern steht für eine politische Agenda, die über kurz oder lang auch direkt Sozialarbeiter*innen und Adressat*innen in ihren Handlungsspielräumen einschränken wird. Seit langem werden soziale Konflikte entpolitisiert: Dies geschieht entweder, indem in einer Ethnisierung sozialer Konfliktlagen die Problemursachen beiden "Ausländern" gesucht werden, oder aber, indem von "Extremismus" als Bedrohung des sozialen Friedens schwadroniert wird. Das Problem hierbei: Der Extremismusbegriff hat keinen wissenschaftlichen Ursprung, keine klare Definition, wird daher politisch oft willkürlich verwendet und ordnet politische Gruppierungen auf einer eindimensionalen links-rechts-Achse ein: Was als links und was als rechts gilt, hängt vom Standpunkt des Betrachters ab, was als "extremistisch"bezeichnet wird und was als "Mitte", ist ebenfalls willkürlich änderbar. Und das "Expert*innentum" zur schein-wissenschaftlichen Vergabe dieser Prädikate liegt beim Bundesamt für Verfassungsschutz, das die Begriffe im totalitären Antikommunismus der Nach-Nazi-Zeit selbst aus der Wiege gehoben hat. Die Benutzung des Extremismusbegriffs ist also nicht wissenschaftlich, sondern höchst dogmatisch. Der Ideologie der herrschenden konservativen Parteien, emanzipatorisch-solidarische Gruppierungen durch das Label "linksextrem" auf die gleiche Stufe zu stellen mit "rechtsextremen" anti-egalitären Gruppierungen, und dabei gleichzeitig vom herrschenden Konsens zwischen deutscher "Mitte" und der "extremen Rechten" abzulenken, stellen wir uns daher entschieden entgegen. Wir als FSR Soziale Arbeit positionieren uns deutlich gegen die aktuelle Drohkampagne der hannoverschen CDU und freuen uns auf die weitere solidarische Zusammenarbeit mit dem UJZ Korn und der Roten Hilfe Hannover."

"Nur wer sich bewegt, spürt seine Fesseln." - Rosa Luxemburg (1870 - 1919)"

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Der Annabee Buchladen in Linden äußert sich wie folgt: "Auch die Frauen der Annabee Buchladen GmbH gewähren der Roten Hilfe gern 'Unterschlupf'."

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Der Stadtteilleben Linden e.V. äußert sich wie folgt: "Wir hatten die Rote Hilfe schon mehrfach zu Gast. Sehr sympathische, kluge Leute, sie dürfen gerne wiederkommen. Auch die Rote Hilfe Zeitung wird bei uns viel gelesen."

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Das Kino im Sprengel äußert sich wie folgt: "Liebe Rote Hilfe, wir freuen uns auf die kommende Kooperationsveranstaltung mit Euch im Kino im Sprengel. Der Film 'Dil Leyla' (3./4.11.2017) wird sicher nicht unsere letzte gemeinsame Veranstaltung werden, da wir Eure sachlich interessanten und wichtigen Filmvorschläge sehr schätzen. Mit solidarischen Grüßen
Kino im Sprenge
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Der kargah e.V. äußert sich wie folgt: "Wir, als kargah haben in den letzten Jahre mit Rote Hilfe kooperiert und gemeinsam je nach Themen Veranstaltungen durchgeführt. Die Zusammenarbeit und die Kooperation werden wir auch weiterhin in Zukunft gerne beibehalten und durchführen."

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