News

VoKü unter neuen Pandemiebedingungen

Liebe Freund*innen der Korn-Vokü,

kaum zwei Wochen her und nun gibt es schon wieder neue Regelungen für die Vokü. Wir wollen die Vokü weiterhin am Laufen halten,
müssen uns aber den Vorschriften ab dem 01.12.2021 anpassen:
Wer drinnen essen möchte, kann dies nur noch mit 2G+ und FFP2 Maske tun. Draußen gilt die 2G Regelung.
Bitte denkt an eure Nachweise.
Wem das alles zu viel Aufwand ist – bringt euch Tupperboxen mit und nehmt es ToGo mit nach Hause.
Danke für euer Verständnis und weiterhin Guten Appetit!

Eure Vokü-Gruppen

VoKü-News

Sehr geehrte Verehrerinnen der Korn-Vokü, Liebe Genossinnen des guten Geschmacks,

gerade konntet ihr euch wieder über zweimal wöchentlich Vokü freuen und wir Kochgruppen haben es auch sehr gemocht, wieder regelmäßig für euch den Kochlöffel zu schwingen.
Nun geben die Coroni-Viren mal wieder richtig Vollgas und diese fiesen Inzidenzwerte sitzen uns im Nacken.
Damit wir weiterhin zweimal in der Woche unsere Mägen füllen können und dabei gesund durchkommen ist es notwendig ein paar Regeln zu beachten.

Die vollständigen Regeln hängen in der Korn aus und stehen hier drunter – hier nur kurz:
Drinnen essen geht nur mit 2G, draußen 3G oder ihr nehmt das Essen to go mit.
Wir bitten euch, die Regeln zu beachten, damit wir alle den nächsten Coroni-Schub nicht hungrig und mit Kochentzug überstehen müssen.

Solidarische Grüße von Euren Kochgruppen

Aktuelle Vokü-Regeln unter Pandemie-Bedingungen

Essen in der Korn ist möglich, jedoch nur unter 2G. Wir stellen euch im Konzertraum 50 Plätze zum Essen zur Verfügung.
Essen an der Theke holen und draußen essen ist unter 3G möglich.

Bitte tragt auf allen Wegen in der Korn euren Mund-und-Nasen-Schutz.

Achtet bitte auf Abstand untereinander, wenn ihr euch durch die Korn bewegt.
Hinter der Theke und in der Küche haben nur die Kochgruppen was zu suchen.

Falls es zu einem Infektionsfall kommen sollte, müssen wir euch informieren. Die Kontaktdaten werden weiterhin vertrauensvoll drei Wochen aufbewahrt und werden danach vernichtet.

Wenn ihr euch krank fühlt und Symptome zeigt, dann bleibt bitte zu Hause und lasst euch das Essen- wenn möglich – in einer To-Go-Box nach Hause bringen.

Der Konzertraum wird mit 50 Plätzen bestuhlt, bitte tragt keine Stühle dazu.

GUTEN APPETIT

THE KIDS AREN’T ALRIGHT

Seit mehr als einem Jahr hat uns als soziokulturelles Jugendzentrum die Corona-Pandemie im Griff.

Als Zentrum mit gewöhnlich mehr als 100 Kultur-, Info- und Diskussionsveranstaltungen im Jahr sind wir, mit einer kurzen Unterbrechung im Sommer und Frühherbst 2020, komplett geschlossen was den soziokulturellen Bereich angeht.

Das Projekt Volxküche ist auf ein ToGo-Format reduziert – in dem der soziale Kern des Zusammen-Essens herausfällt, lediglich das Zusammen-Kochen einiger weniger sowie das Angebot des Essens zum Selbstkostenpreis kann durch diese Form erhalten bleiben.

Auch die noch existierenden Möglichkeiten der Jugendarbeit – Gruppenarbeit, Workshops etc. – erreichen bestenfalls die Aktivist_innen bei uns.

Unsere Perspektive eines in die Gesellschaft offenen und wirkenden Zentrums ist damit nicht zu realisieren.

„Zusammen leben. Zusammen feiern. Zusammen kämpfen.“ wird erst wieder für alle möglich sein, wenn das Corona-Virus besiegt ist bzw. zumindest seinen tödlichen Schrecken verloren hat und ein solidarischer Umgang von allen mit der Pandemie gefunden wurde.

Im Angesicht des kläglichen Versuchs der Osterruhe zeigt sich: Dem Kapital auch nur einen Tag des Produktionsstillstandes abzuringen, scheitert an den massiven Interventionen von Industrie, Handel und weiteren Verbänden.

Stattdessen beinhaltet das neue Infektionsschutzgesetz Maßnahmen, die wiedereinmal in die Privatsphäre der Menschen eingreifen. Erlaubt bleiben Arbeit und Gebet.

Gleichzeitig wird über Modellprojekte zur Lockerung des Shutdowns diskutiert und diese vorbereitet.

Dass diese Lockerungen von City-Einkaufsgemeinschaft, Gastronomie-Verband DEHOGA und dem Wirtschaftsdezernat der LH Hannover geplant und diskutiert werden, zeigt um was es geht: wirtschaftliche Interessen.

Was unter den gegenwärtigen Vorzeichen entstehen wird, sind „Sonderwirtschaftszonen“ mit eigenen Zugangsbeschränkungen. Wir wissen: In der Innenstadt Hannovers treffen sich unter anderem größere Gruppen an Jugendlichen, die nicht dort sind um einzukaufen oder die Oper zu besuchen.

Wir befürchten: Diese Jugendlichen und auch andere Gruppen werden aus diesen Zonen verdrängt werden.

Wird das Verbot von Ansammlungen – eines dieser Neuwörter aus den Verordnungen der Corona- Zeit – zum dauerhaften Bestandteil der Modellprojekte?

Wird ein negatives Testergebnis zur Voraussetzung, bestimmte Zonen der Innenstadt zu betreten und bedeutet die Errichtung privater Testeinrichtungen, dass man für diese Zugangsberechtigung in die eigene Tasche greifen muss?

Und alle anderen sind darauf verwiesen, einmal in der Woche einen kostenlosen Test zu bekommen?

Gleichzeitig greifen die Region Hannover und das neue Bundesgesetz zum Mittel der nächtlichen Ausgangssperre – ein Mittel, das sich explizit gegen Jugendliche und deren vermeintliches Freizeitverhalten richten soll.

Bar jeder wissenschaftlichen Grundlage wird hier erneut der Mythos von den jugendlichen Feierbiestern wiederholt, der schon im Frühjahr 2020 für die Ausbreitung der Corona-Pandemie herhalten musste und der uns hier in Niedersachsen so legendäre Partyhotspots wie Cloppenburg und Vechta bescherte.

Die Politik heuchelt mit der Ausgangssperre ein entschlossen zielführendes Handeln vor.

Erfahrungsgemäß haben nächtliche Ausgangssperren kaum Auswirkungen auf die Infektionszahlen, zugleich aber erhebliche Auswirkungen auf das Leben von jungen Menschen.

Wir brauchen diese autoritären Gebaren nicht:

Was wir brauchen ist ein Ende der Corona-Pandemie – notfalls als ein Ende mit Schrecken in Form eines solidarischen mehrwöchigen Lockdowns, anstatt eines Schreckens ohne Ende, den wir momentan erleben.

Was wir brauchen ist eine Ausweitung der Produktion der Impfstoffe und das heißt auch Freigabe der Patente.

Was wir brauchen sind Modellversuche der Lockerung, die aus dem ganzen Gerede, dass sich so vieles ändern müsse, Ernst machen; die Jugendliche einbeziehen und ernst nehmen, die das Wissen, die Debatten im kulturellen, sozio-kulturellen Bereich aufgreifen, anstatt „Sonderwirtschaftszonen“, die auf nichts anderes als ein „weiter so“ abzielen.

Wir brauchen keine Sonderwirtschaftszonen, sondern eine verlässliche Finanzierung von Jugend- und Kultureinrichtungen. Wir brauchen eine solidarische Verteilung von Ressourcen, Impfstoffen und Orten. Damit am Ende alle Zusammen leben. Zusammen feiern. Zusammen kämpfen. können.

Das Plenum des UJZ Kornstraße im April 2021

P.S.: Nachdem wir diesen Text im Kornplenum verabschiedet hatten, erfuhren wir, dass der Punkertreff Kopernikus in Hannovers Nordstadt zum 1. Mai 2021 aus seinen Räumen rausfliegen soll. 25 Jahre hannoversche Punk-Geschichte werden durch die Kündigung des Hauptmietvertrags seitens der Landeshauptstadt beendet. Das ist exakt das Gegenteil dessen, was wir fordern, und es ist das Letzte, was diese Stadt in Bezug auf Jugendpolitik gerade braucht. Solidarität mit der KOPI!

VOKÜ TO GO

Ab Dezember ist es soweit.

Wir wagen einen Versuch. Wir beginnen Montags mit Vokü to Go.

Ihr sollt nicht ohne unser tolles Essen auskommen.

Wir wollen uns nicht im Warten auf besssere Zeiten verlieren.

Wie gehts:

Wir haben 100 Tupperdosen besorgt. Ihr bekommt ab 19:00 euer Essen am Ausgang Kornstraße 32.

Ihr bringt beim nächsten mal euere Tupperdosen wieder mit und bekommt sofort Essen in einer neuen Dose.

Das Essen kostet weiterhin 1,5€

Für die Dose nehmen wir ein Pfand von 3€.

Wie immer gilt: Wer nix hat, bekommt das Essen und Dose auch umsonst.

Bleibt gesund.